Diamant

Diamant fährt um die Ecke an die Wand - hieß es zu Ostzeiten imme

Diamant fährt um die Ecke an die Wand

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Diamant Herrenrad 1938

Das ist ein Diamant Herrensportrad Nr. 9 von 1938 der Elite-Diamant-Werke AG (bei Chemnitz)

Diamant baute In der Zelt zwischen den Weltkriegen Rennfahrräder. Bereits In den 1920er Jahren versuchte man, besonders viele Teile aus Aluminium herzustellen, versuchsweise sogar Sportrahmen aus Aluminium mit geschraubten Rohren ( 1928 ). Man war der Zeit damals weit voraus und die Idee wurde wieder verworfen 1936 entwickelte Diamant die berühmte Rennmaschine Modell 67 mit sehr leichtem Stahlrahmen und unzähligen teuren Aluminiumteilen. Neben den Rennrädern wurden auch hochwertige Sportfahrräder als Herren-und Damenausführung angeboten.

Diamant Sportrad

Zur Geschichte von Diamant

Das Unternehmen wurde 1885 von Friedrich Wilhelm Nevoigt (1859–1937) und seinem Bruder Wilhelm Friedrich Nevoigt (1857–1909) in Reichenbrand bei Chemnitz als Gebrüder Nevoigt Reichenbrand/Chemnitz in das Handelsregister eingetragen. Gegen Ende desselben Jahres begannen sie neben der Fabrikation ihrer anderen Produkte bereits testweise mit einer Einzelproduktion von Fahrrädern.

Das erste Diamant-Fahrrad aus Serienproduktion wurde 1895 produziert. Zu Beginn war dies einer von mehreren Betriebsteilen des Unternehmens. Das Unternehmen wuchs stark und wurde 1907 zur Aktiengesellschaft Gebrüder Nevoigt AG Reichenbrand/Chemnitz. Bereits 1912 war die Fahrradproduktion ein so wichtiger Bestandteil des Unternehmens, dass es umfirmierte und nun Diamant Werke Gebrüder Nevoigt AG hieß. Bis 1916 wuchs die Beschäftigtenzahl bis auf 1.000 Mitarbeiter. 1920 gab es erneut eine Firmenänderung, nun zur Elite Diamant AG, nachdem man sich mit dem Autoproduzenten Elite-Werke zusammengeschlossen hatte. Die Marke war inzwischen so beliebt, dass sich in Chemnitz der Chemnitzer Radrennclub Diamant gründete. Später entstanden auch Vereine in anderen Städten. 1928 wurde das Unternehmen von Opel gekauft, aber bereits 1930 erhielt es nach einem Vergleich seine Unabhängigkeit zurück und hieß nun Elite Diamant AG Siegmar/Sachsen. Maßstäbe setzte Diamant bereits 1926 durch die Entwicklung eines Fahrrades, das komplett aus Leichtmetall gefertigt war. Diese Entwicklungen wurden nach jahrelanger Unterbrechung 1938 fortgeführt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Unternehmen verstaatlicht und am 2. Mai 1952 wurde offiziell der Volkseigene Betrieb VEB Fahrradwerke Elite Diamant gegründet. In der DDR fuhren alle Radrennfahrer Diamantfahrräder. So wurden die Straßen-Weltmeisterschaften 1959 (von „Täve“ Schur) und 1960 (von Bernhard Eckstein) von DDR-Radrennsportlern auf Diamant gewonnen. In den 1970er und 1980er Jahren entwickelten und bauten Ingenieure von Diamant unter maßgeblicher Anleitung des Leipziger Ingenieurs Paul Rinkowski Rennräder für die Nationalmannschaft der DDR, mit denen zahlreiche internationale Wettbewerbe gewonnen wurden.

In den 1950er Jahren war Diamant mit den Sport- und Rennrädern technisch und optisch auf der Höhe der Zeit. Jedoch stagnierte die Entwicklung bis zur politischen Wende 1989. Die Fahrradproduktion war zuletzt Teil des VEB Strickmaschinenbau Karl-Marx-Stadt im Kombinat Textima.

Mit dem Ende der DDR wurde der Volkseigene Betrieb (VEB) privatisiert. Am 1. Januar 1992 wurde die DIAMANT Fahrradwerke GmbH unter Beteiligung der schweizerischen Villiger-Gruppe gegründet. Diese Gruppe übernahm das Unternehmen 1997 vollständig. Seit 2003 sind sowohl Villiger als auch Diamant Teil der amerikanischen Trek Bicycle Corporation, zu der auch die Marke Bontrager gehört. Nach eigenen Angaben sind die Diamantwerke in Hartmannsdorf bei Chemnitz die älteste produzierende Fahrradfabrik in Deutschland. (Quelle: http://de.wikipedia.org)

Diamant heute

Nie waren Sie so stilvoll und modern wie heute mit einem Fahrrad unterwegs. Klassisches Design kombiniert mit aktueller Technik verleiht Diamant Fahrrädern ein Prädikat, dass seines Gleichen sucht. Produziert in einer der ältesten Fahrradfabriken Deutschlands ist jedes Rad ein Unikat. Es gibt Sie noch, DIE GUTE ALTE ZEIT.

Danke für die Fotomotive an Fahhrad XXL emporen in Dresden.